Meine erste Hypnose – Wie tiefe Entspannung mein Weg zu mehr Klarheit wird

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29.07.2025
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Heute nehme ich dich mit auf eine Reise – eine sehr persönliche sogar. Ich möchte erzählen, was sich bei mir in letzter Zeit getan hat: durch eine Hypnosesitzung, durch Beobachtungen in meinem Arbeitsumfeld und durch viele Gedanken zu Strukturen, Systemen und dem, was uns wirklich weiterbringt – als Unternehmer\:innen und als Menschen.

Hypnose – keine Magie, sondern echte Wirkung

Wenn du meinen Podcast hörst erinnerst du dich vielleicht: In der letzten Folge haben Sandra und ich angekündigt, dass wir mal erfahren wollen, wie der jeweils andere eigentlich arbeitet. Gesagt getan, ich habe den Anfang gemacht – mit einer Hypnosesitzung zum Thema Veränderung.

Was soll ich sagen? Es war intensiv. Und überhaupt nicht so, wie man das von Showbühnen kennt. Kein Hokuspokus, kein „Schnips und du bist weg“. Es war eher ein tiefes, angenehmes Entspannen. Und ja – irgendwann war ich einfach „weg“. Nicht schlafend, aber auch nicht mehr wirklich im Hier und Jetzt. Erst beim Aufwachen dachte ich: „Moment, du wolltest doch einer Stimme folgen – wo ist sie eigentlich hin?“ 

Wir haben noch ein wenig darüber gesprochen, was ich erlebt habe. Viel war es nicht, denn aktiv an den Hauptpart, den sie gesprochen hat, kann ich mich nicht mehr erinnern. Es ist eher ein Gefühl das mich in den weiteren Tag begleitet. 

Doch: Schon am Abend habe ich gemerkt, dass sich etwas verändert hat. Farben waren plötzlich intensiver und mein Blick war aufmerksamer. Ich hatte auch schnell den Eindruck, dass mir Entscheidungen plötzlich viel leichter fallen. Gerade Entscheidungen, die ich vorher vor mich hergeschoben habe, weil ich mir nicht sicher war, wie ich mich entscheiden sollte. Jetzt ist es plötzlich sehr klar, wo die Reise hingeht.

Jetzt, eine Woche später merke ich: Ich habe keine Energie-Tiefs mehr. Ich weiß, was ich will – und was nicht. Ich treffe klare Entscheidungen und bin ganz bei mir. 

3 Säulen für dich ich stehe

1.Meine Sicht auf Systeme und der Umgang mit ihnen

      Wofür ich seitdem mit Klarheit stehe ist meine Sicht auf Systeme und der Umgang mit ihnen. Nehmen wir das Feld der Persönlichkeitsentwicklung. Es gibt so viele Modelle, wie das DISC oder Insights Discovery, das über Farben und Rollen Komplexität reduzieren und Orientierung schaffen möchte. In der Praxis bleiben meist die 4 Farben hängen und das nächstes Schubladen-System ist erschaffen. In das wir wieder alle Menschen irgendwie einsortieren wollen.

      Was mir dabei fehlt ist die freie Entscheidung des Individuums. Denn wir sind alle in der Lage Entscheidung zu treffen, die vor allem nicht „System-konform“ sind. Damit meine ich, nur so zu handeln, wie es für uns gut ist, weil wir mit uns in Verbindung stehen und auf uns achten.  

      Systeme werden auch schnell als Ausreden für das Nichthandeln genutzt. „Dadurch, dass ich rot oder gelb oder blau bin, kann ich x oder y gar nicht. Es entspricht nicht meinem Typ. Das müssen andere machen. Und plötzlich lege ich die Verantwortung für mich ab, nämlich ins System, in ein Modell.

      Ist das nicht etwas einfach?

      So können wir auch die aktuellen Bewegungen der Arbeitsmodelle beleuchten. Schnell sind wir wieder bei schwarz oder weiß, Graustufen sind kaum noch vorhanden. Rufen doch sehr viele Unternehmen gerade wieder alle Mitarbeitende zurück ins Büro. Da frage ich mich: Wollen wir wirklich die Errungenschaft der Flexibilität und den Beweis, der Produktivität wirklich ignorieren? Aus welchem Grund? Aus Angst? Oder aus Kontrollverlust? 

      Warum wieder zurück in alte Strukturen, wenn doch bewiesen ist, dass es auch anders geht?

      Ich glaube: Es ist Zeit, mal kritisch hinzuschauen, losgelöst vom gelernten. Was darf bleiben? Was darf gehen? Und was braucht’s wirklich – für dich, für dein Team, für dein Unternehmen?

      2. Wirtschaftliche Modelle: Ist der Tausch Zeit gegen Geld nicht überholt? Eine Einladung darüber nachzudenken

        Ein Thema, das mich schon länger beschäftigt und jetzt sehr klar ist: unser Umgang mit Arbeit. Warum rechnen wir immer noch so: „Ich arbeite acht Stunden, also verdiene ich X Euro“? Warum nicht: „Ich liefere einen echten Wert – unabhängig davon, wie lange es dauert“?

        Und das ist eine Frage, die wir uns auch im gewerblichen Kontext stellen können. Denn auch hier haben wir Möglichkeiten wertebasiert zu handeln. Auch das Arbeitsrechtsargument zieht hier nicht.

        Oder die alte kaufmännische Perspektive: Umsatz – Kosten = Gewinn

        Je nach Auftragslage kann diese Perspektive echt entmutigen und auch zu schlaflosen Nächsten führen.

        Angelehnt an das Modell „Profit First“, biete ich einen anderen Blickwinkel. Entnehme ich nach dem Umsatz erst den prozentualen Anteil des Gewinns und des Unternehmerlohns, muss ich mit dem Rest alle wirklich anfallenden Kosten decken. 

        Das erste was sich einstellt ist ein anderes Gefühl, ein Gefühl der eigenen Wertschätzung. „Ich komme endlich mal zuerst.“ 

        Und genau darum geht’s mir: Haltung verändern. Verantwortung übernehmen. Für das, was ich tue – und wie ich es tue.

        3. Biologie und Business – kein Widerspruch

        Ein weiterer Punkt, den ich wichtig finde: unsere biologische Realität. Gerade wir Frauen sind zyklische Wesen. Wir haben Energiehochs – und Tiefs. Und das ist völlig okay. Es geht nicht darum, zwei Wochen im Monat nichts zu machen. Sondern darum, achtsam zu sein. Für sich zu sorgen. Und das ins Unternehmertum mitzunehmen.

        Und Männer? Dürfen auch emotional sein. Ja, auch im Business. Warum nicht mal sagen: „Das passt nicht zu mir“, oder: „Das macht mich gerade fertig“? Das ist kein Zeichen von Schwäche – sondern von Menschlichkeit.

        Wir alle sind ganze Menschen mit allen Anteilen, die uns zur Verfügung stehen. Warum nutzen wir sie nicht? Sondern lassen uns auch wieder in Schubladen stecken. Diesmal mit den Labeln „Mann“, „Frau“. Das wird dem Menschen an sich doch gar nicht gerecht. Wieso versuchen wir es dann immer wieder?

        In den Bewegungen, die uns umgeben, vermisse ich darüber hinaus das gemeinsame Handeln und die Bestrebung zusammen zu arbeiten. Schnell werden Lager aufgestellt, Abgrenzungen geschaffen. Wo ist die Power der Gemeinschaft.

        Darum biete ich an: Kein neues System – aber ein neuer Blick

        Was ich mit all dem sagen will: Ich baue kein neues System. Ich gebe dir keine Blaupause. Aber ich möchte dazu einladen, genauer hinzuschauen. Individuell. Mit Weitblick. Mit der Frage: Was passt wirklich zu mir? Zu uns?

        Und dabei lasse ich mich inspirieren – von Menschen wie Gunter Schmidt, von Aspekten aus Human Design, von Persönlichkeitsmodellen wie den Big Five. Aber nicht dogmatisch. Sondern pragmatisch, lebendig, individuell.

        Lass uns hinschauen – gemeinsam

        Wir arbeiten nicht zum Selbstzweck. Es geht um Aufgaben. Um Sinn. Und um Gesundheit – persönlich und im Unternehmen. Wenn Systeme dem dienen, wunderbar. Wenn nicht, dann darf man sie verändern oder loslassen.

        Wenn du Lust hast, dir das mal gemeinsam anzuschauen – bei dir als Person oder in deinem Unternehmen – dann melde dich gern bei mir. Ich freue mich auf den Austausch.

        Bis bald – bleib bei dir.

        Deine Anja

        Ps.: Hier findest du meine aktuelle Podcast-Folge dazu:

        PPS.: Auf deine Gedanken freue ich mich! Schreib mir gerne eine E-Mail an anjapeters@diegoldader.de. Ich antworte garantiert!

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